Leben in Schwalbach

Brucherbacher-Papiermühle

Brucherbacher-Papiermühle

Sie liegt bereits auf Schwalbacher Bann. An ihrer Stelle stand bereits in früherer Zeit eine Getreidemühle. Auch sie fiel dem 30-jährigen Krieg zum Opfer.

An ihrer Stelle wurde 1764 von Claude Leistenschneider eine Papiermühle erbaut und 1767 in Betrieb genommen.

Bereits 1831 ging sie in den Besitz des Saarbrücker Adolf Hild über, der sie umfassend vergrößerte, modernisierte, Arbeiterwohnungen baute und den Betrieb zu hoher Blüte brachte.

Nach Hild’s Tod im Jahr 1864 wurde sie versteigert. Der nachfolgende Besitzer wirtschaftete sie bergab. Nach erneuter Versteigerung wurde 1871 aus der Papiermühle eine Brauerei.

Auch dieser Geschäftszweig brachte nicht den gewünschten Erfolg und 1879 machten die Kompagnons Senzig, Hector und Quirin aus der Brauerei eine Kunstmühle (eine technische Getreidemühle mit Walzenstühlen).

Wiederum nach wirtschaftlichem Niedergang fiel die Mühle nach 1890 dem Mühlensterben zum Opfer.

1906 kaufte die Gemeinde Griesborn das Haus auf. Kaspar Quirin und dessen Sohn Jean betrieben die Müllerei noch bis 1921.
1946/47 beauftragte die Amtsbehörde unter Bürgermeister Robert Jost den Elmer Bauunternehmer Ballas mit dem teilweisen Abriss.

Verlässt man das Gelände der ehemaligen Papiermühle in Richtung Naherholungsgebiet „Bommersbachtal“, entdeckt man nach kurzer Wegstrecke unten am Bach die Bruchmühle.