Leben in Schwalbach

Elmer Mühle

Elmer Mühle


Auch die 1477 erstmalig erwähnte Elmer Mühle war eine Mahl- und Ölmühle mit zwei oberschlächtigen Mühlrädern und wurde im 30-jährigen Krieg zerstört. Erst 1681 baute Anton Wernet, ein Sohn aus der St. Johanner Stadtmühle, sie wieder auf.

Auch der letzte Fürst des Hauses Nassau-Saarbrücken hat hier seine historischen Spuren hinterlassen. In dieser Mühle überließ er Gänsegretel Kest ein Zimmer. Da er in Püttlingen ein Jagdschloss unterhielt, nutzte er seine Jagdausflüge hin und wieder auch zu einem Stelldichein bei seiner Geliebten hier in der Elmer Mühle, die ihn hier 13 Jahre lang sehnsüchtig erwartete. 6 gemeinsame Kinder zeigen uns auf, wie viel Zeit der Adel damals auf der Jagd verbringen konnte. Nach dem Tode von Ludwigs erster Gattin war für Gänsegretel der Weg zur Krone frei. Durch die Hochzeit am 28. Februar 1787 wurde sie in den Adelsstand erhoben.

Seit Ende des 2. Weltkrieges stehen hier die Mühlenräder still. Heute betreiben die Eigentümer der Elmer Mühle noch Landwirtschaft mit Pferdepension.

Durch die Schachtstraße, vorbei an der idyllisch gelegenen Weiheranlage mit bewirtschafteter Hütte, wandert man hangaufwärts über einen Feldweg und erkennt bald unterhalb im Tal die Sanders-Mühle.