Leben in Schwalbach

Sprenger Mühle

Sprenger Mühle


Bereits im 15. Jahrhundert wird erstmals eine Mahlmühle in Sprengen erwähnt. Nachdem im 30-jährigen Krieg alle Mühlenbesitze zerstört wurden, begann der Wiederaufbau der Sprenger Mühle im Jahr 1731. Durch die Beschlagnahme und Versteigerung des Mühlenbesitzes nach der französischen Revolution 1798 wurde die Sprenger Mühle und somit auch ihr bisher selbständiger Müller mit einer ewigen jährlichen Erbzinspacht belegt.

1803 pachtete Ludwig Weber die Sprenger Mühle, 1838 konnte er sie durch die Zahlung einer Ablösesumme vom Abgabezwang befreien. 1850 übernahm sein Sohn Christian Theodor Weber die Mühle, die zu diesem Zeitpunkt zwei Mahlgänge, einen Schälgang und eine Ölmühle besaß. 1869 baute er die Mühle in die heutigen Grundrisse um, ergänzte sie um eine Gasturbine, eine Quetsche und einen Walzenstuhl.

Durch die Inbetriebnahme des Sprenger Wasserwerkes 1932 entzog man dem Sprenger Bach das Wasser zu großen Teilen und somit den Mühlen die Antriebskraft. 1937 wurde das Wasserrad abgebaut, durch eine Wasserturbine ersetzt und von einem Einzylinderdieselmotor unterstützt.

Der Mühlbetrieb wurde 1956 eingestellt. Heute befindet sich die Sprenger Mühle, die als Wohngebäude genutzt wird, in sechster Generation im Familienbesitz.

Diesseits des Baches erreicht man das Gelände des ehemaligen Mühlenweihers und den Weiherdamm, hinter welchem die Sprenger Mühlen aus den Zeiten vor dem 30-jährigen Krieg lagen.

Zu erkennen ist noch die Dammkrone, an der das Wasser gestaut wurde. Sie erinnert an den Weiher, der sich an dieser Stelle befunden hat. Der Überlauf des Weihers wurde mit einem Wehr gestaut, so dass der Mühlenbach zur Elmer Mühle gesteuert werden konnte.